Wir sind nominiert für den Viktor Award. Und warum uns das ehrlich berührt.
Viva Hub ist nicht angetreten, um eine weitere Praxis zu eröffnen. Sondern um zu zeigen, dass man das Gesundheitswesen organisatorisch komplett neu denken kann: als Coworking, als Community, als digital unterstützte Zusammenarbeit selbständiger Ärzt:innen. Die Nomination für den Viktor Award fühlt sich deshalb weniger wie ein Schulterklopfen an – und mehr wie ein Zeichen, dass genau diese Art von Veränderung gesehen wird.
Warum diese Nomination mehr ist als ein Award
Als wir erfahren haben, dass Viva Hub für den Viktor Award in der Kategorie „Mutigste Initiative in der Organisationsentwicklung“ nominiert ist, war da zuerst einfach kurz Stille. Nicht, weil es ein Award ist. Sondern weil diese Kategorie ziemlich genau beschreibt, warum es Viva Hub überhaupt gibt.
Das Problem ist nicht medizinisch. Es ist organisatorisch.
Wir wollten nie einfach «noch eine Praxis» bauen. Davon gibt es in der Schweiz viele – und viele davon sind hervorragend geführt. Was uns von Anfang an beschäftigt hat, war eine andere Frage: Warum arbeiten so viele Ärzt:innen in Strukturen, die sich anfühlen wie aus einer anderen Zeit? Warum geht so viel Energie in Administration, Koordination und Improvisation verloren, statt in Patient:innen? Und warum ist Zusammenarbeit oft vom Zufall abhängig, statt vom System unterstützt?
Irgendwann wurde uns klar: Das Problem liegt nicht in der Medizin, sondern in der Organisation darum herum.
Ein Coworking Space für Ärzt:innen
Viva Hub ist im Kern kein klassisches Praxisprojekt, sondern ein Coworking Space für selbständige Ärzt:innen. Unter einem Dach werden Infrastruktur, digitale Tools und Prozesse geteilt – bei voller unternehmerischer Freiheit. Weniger Einzelkämpfertum, mehr Community, mehr Austausch und mehr Fokus auf das, worum es eigentlich geht: gute Medizin.
Digitalisierung und AI – aber sinnvoll
Digitalisierung, Automatisierung und AI spielen für uns eine wichtige Rolle – aber nicht als Schlagworte. Sondern ganz pragmatisch dort, wo sie den Alltag wirklich leichter machen. Wo heute Zeit verloren geht, sollen Prozesse einfacher werden. Wo Papier dominiert, sollen digitale Abläufe übernehmen. Und wo Ärzt:innen administrativ gebunden sind, soll Technologie entlasten. Nicht, damit alles «moderner» aussieht, sondern damit wieder mehr Raum entsteht für Gespräch, Diagnose und den Menschen.
Ein Zeichen, dass Veränderung gewollt ist
Diese Nomination fühlt sich für uns weniger wie eine Auszeichnung an, sondern mehr wie ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass viele spüren: Es braucht neue Formen der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Dass Innovation nicht nur aus neuen Therapien besteht, sondern aus neuen Strukturen. Und dass Community im medizinischen Alltag kein Nice-to-have ist, sondern ein echter Hebel für Qualität, Zufriedenheit und Zukunftsfähigkeit. Genau dafür sind wir mit Viva Hub angetreten.
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